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Watch! The Handmaid’s Tale

Wer hat es zu Schulzeiten nicht gelesen und stundenlang im Unterricht thematisiert: „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood.
Was damals noch als vollkommen überflüssig und lästiger Zeitvertreib in der Schule angesehen wurde, ist heute definitiv unser Must Watch. Denn The Handmaids Tale ist unsere neueste US-amerikanische Fernsehserie mit Suchtpotential.

Der Serienstart der ersten Staffel liegt bereits 2 Jahre zurück. Etliche Stunden der Spannung und Aufregung später, freuen wir uns nun auf Season 3, die ab morgen endlich wieder geguckt werden darf.

Wer? Wo? Was?

Die Handlung der Serie basiert größten Teils auf dem gleichnamigen Roman von Margaret Atwood. Einfach und simpel, dennoch unfassbar spannend, lässt sie uns in die dystopische Zukunft Amerikas eintauchen. In eine Gesellschaft, die durch atomare Katastrophen und Geschlechtskrankheiten, in weitestgehender Unfruchtbarkeit lebt. Innerhalb der Bevölkerung hat sich der totalitare christliche Staat Gilead gebildet. Ein Staat aus machtversessenen Führern in einem hierarchischen militärischen Regime mit neuen sozialen Klassen. Die letzten fruchtbaren Frauen werden in Zentren gesperrt, in denen sie auf ihre künftige Rolle als Mägde vorbereitet werden.

Die Handlung der Serie ist simpel: Dienstmädchen in ihrem langen roten Kleid und den weißen Hauben, die Ehefrauen der Führer in einem königlichen Blaugrün, die Marthas in mattem Grüngrau, die Tanten in verblasstem Braun. Sie alle leben im neu erschaffenen Staat Gilead und ordnen sich ihren Rollen unter. Ein Staat, indem die letzten fruchtbaren Frauen unterdrückt und versklavt werden. Sie sind Eigentum bestimmter Männer, es ist ihnen untersagt zu Lesen, zu Arbeiten, geschweige denn Geld oder anderes Eigentum zu besitzen. Ihre Funktion besteht darin, zu gehorchen und dem Staat Gilead und ihren zugeteilten Männern neue Kinder zu schenken. Sie sind Leihmütter und stehen unter der Obhut der Männer.

Wir glaubten, wir hätten furchtbare Probleme. Wie sollten wir wissen, dass wir glücklich waren?

Spannung, Wut und Fassungslosigkeit

Obschon sich die meisten Handlungen über den Zeitraum der zwei Staffeln immer und immer wiederholen, ist die Serie in Punkto Spannung kaum zu übertreffen. Nicht die gewohnte Spannung, die bei Horror- oder Thriller-Serien entsteht, eine Art Spannung, die mit Entsetzen, Fassungslosigkeit und auch Trauer und Mitgefühl gleichzusetzen ist. Gänsehaut pur. Die Handlung schreitet nur sehr langsam voran. Was man bei anderen Serien häufig als anstrengend und langweilig empfindet, ist bei The Handmaid’s Tale essentiell und unglaublich wichtig, um jeden einzelnen Charakter Stück für Stück aufzubauen und zu formen. In jeder Episode erfährt der Zuschauer etwas mehr über die Vergangenheit der Charaktere, ihrer Charakterzüge und auch ihrer Transformationen.
Das Set-Design, die Kamera Perspektiven und die Schauspieler sind grossartig. Die visuell auffälligsten Momente der Serie konzentrieren sich immer wieder darauf, wie in der Welt von Gilead das einzelne Individuum deutlich weniger wert ist, als die grosse Gemeinschaft, der neue Staat.

 

  

 

The Handmaid’s Tale ist definitiv nichts für Binge-Watcher. Pausen zwischen den einzelnen Episoden sind unheimlich wichtig, um das Gesehene richtig zu verarbeiten. Denn besonders als Frau und Mutter, sind viele der Szenen emotional nur schwer zu begreifen. Brutalität, Vergewaltigung körperliche und seelische Folter.

Dystopie und Wirklichkeit

The Handmaid’s Tale ist dystopisch, fiktiv und dennoch so greifbar und nah.

Ein totalitärer Staat, der die ein oder andere Assoziation zur aktuellen politischen Lage weckt. Sicherlich eines der vielen Erfolgsrezepte der Serie. Denn aktuelle, politische Themen wie die Me Too Debatte, als auch ehemalige Aussagen des Amerikanischen Präsidenten, verleihen der Serie eine Form der Aktualität. Sie lassen den Zuschauer grübeln und viele der gezeigten Situationen ins Hier und Jetzt katapultieren. Ein Präsident, der sich damit brüstet, Frauen ungefragt zu begrapschen, ein Sultan, der die Steinigung für gleichgeschlechtliche Liebe fordert, Einschränkungen bei Abtreibungsrechten: Wenn Dystopie und Wirklichkeit verschmelzen!

Wir sind auf die dritte Staffel gespannt. Wie wird die Geschichte weiter gehen ohne dass sich die Handlungen zu sehr wiederholen? Wir möchten tiefer in die emotionale Breite der Geschicte eintauchen und hoffen selbstverständlich auf ein gutes Ende.